In einer Abhandlung des Soziologen Ralf Dahrendorf  "Abseits vom Rest der Welt" in der NZZ (Neuen Züricher Zeitung) finden sich u.a. die folgenden Gedanken geäußert, die ein durchaus gebrochenes Verhältnis des Lords, vormals Direktor der London School of Economics, heute (2001) Warden des St Antony's College in Oxford, zum Verständnis von "Weltkarten" umschreiben. 
ES GIBT LÄNDER, für die das Thema vergangener Kolonialmacht nicht existiert, ... Dann gibt es Länder, die einmal Grossmächte [gemeint ist offenbar: Kolonialmächte] waren, von deren Geschichte sich aber nur Spurenelemente in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gerettet haben, Portugal und Holland zum Beispiel. ...  Frankreich und Grossbritannien sind in einer anderen Lage. Hier ist von Britannien die Rede, wo noch viele leben, die in der Schule Landkarten gesehen haben, auf denen grosse Teile der Welt in blassem Rot verzeichnet waren. Die Länder im britischen Imperium waren in der Tat gross, und die Mercator-Projektion verzerrte ihre Grösse noch mehr; Indien zum Beispiel, dann Australien, Kanada. ... Diese Weltkarte illustrierte nicht nur Herrschaftssphären. Jedenfalls nicht im deutschen Sinn des Kolonialismus, der immer beschränkt blieb auf kaiserlichen Gehorsam und seine Symbole.
Vielleicht hat Seine Lordschaft noch Weltkarten vor Augen, in denen z.B. Australien noch "Neu-Holland" hieß: WiMP1820 (109 kB).