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Mißbrauch versus
Gerechtigkeit
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Die Fehler bezüglich der Verwendung des Mercator-Entwurfs
- zumal bei "thematischen Erdkarten" - , die sich 1595ff
in Kartensammlungen (Atlanten) finden,
sind gewiß nicht Gerhard Mercator anzukreiden:
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Den erstaunlichsten "Miß"brauch des Mercator-Entwurfs
bei der Gestaltung thematischer Erdkarten "produzierte" (im deutschsprachigen
Bereich) wohl Hermann Wagner - der durch seine Untersuchungen zur
Karte AD USUM NAVIGANTIUM ausgewiesene Kenner der Materie - bei der Bearbeitung
des Sydowschen Methodischen Schulatlas
(Perthes). In den von ihm bearbeiteten Auflagen finden wir ein Verhältnis
von 10 Mercator-Entwürfen zu 5 Planigloben und
-sphären nach Lambert und Mollweide. Und selbst in den
von Haack bearbeiteten Auflagen bis 1944
ist das Verhältnis erst 9 Mercator-Entwürfe : 14
vermittelnden Entwürfen.
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Nach verheerenden Mißverhältnissen von 19 : 4
(31.A.: 1895), 17 : 3 (48.A.:
1911),
11 : 9 (65.A.: 1927) verschwand
der thematische Mercator-Entwurf schließlich ganz aus dem
Atlas des Hauses Westermann (1988):
Vorwiegend benutzt "der Diercke" z.B. 1991
bei thematischen Weltdarstellungen den Winkel-Entwurf von 1921.
(Der Fehler bei der schematischen Vorstellung der Navigationskarte (S.243)
aber ist eigentlich unverzeihlich.)
Übrigens kommt auch im Großen Weltatlas
von Reader's Digest (o.J.) keine einzige Mercator-Abbildung mehr
vor.
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